Auf den Spuren der Kinderrechte – Unser Initialtag KRS
Die Marienschule ist auf dem Weg, anerkannte UNESCO-Kinderrechte-Schule zu werden. (s. Artikel vom 27.10.2025)
Der 30. April 2026 stand ganz im Zeichen der Kinderrechte, an dem wir unseren gemeinsamer erster Schritt an der Marienschule Helden machten.
An diesem Initialtag beschäftigte sich unsere gesamte Schulgemeinde mit der wichtigen Frage:
Welche Rechte haben Kinder – und was bedeuten sie für uns hier in Helden?
Die Schülerinnen und Schüler durften aus einer Vielzahl von Angeboten wählen, z. B.:
- Mutmach-Infinity-Karten basteln
- Kinderrechte-Plauderkarten
- Kinderrechte-Armbänder erstellen
- Ohrenkino zum Buch „Ich bin ein Kind und habe Rechte“ oder „Wir haben Rechte!“
- Wimpelkette mit Kinderrechten erstellen
- basteln einer Kinderrechte-Blume
- …


Eine besondere Aufgabe hatte dabei eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern:
Sie wurden zu Kinderrechte-Reportern. Mit Interviewbögen in der Hand befragten sie sich gegenseitig zu verschiedenen Kinderrechten – von der Meinungsfreiheit über den Schutz vor Gewalt bis hin zum Recht auf Freizeit und Spiel.
Die Antworten waren ehrlich, manchmal überraschend und berührend. Auf die Frage, was es bedeutet, sich sicher zu fühlen, antwortete ein Kind: „Dass ich keine Angst habe.“ Und was kann die Klasse dafür tun? „Freundlich miteinander sein.“ Eine andere Antwort blieb ebenfalls in Erinnerung: „Sicher fühlt man sich, wenn das Schulgelände von einem Zaun umgeben ist – und wenn man zur Kindersprechstunde gehen kann, wenn man Hilfe braucht.“

Auch beim Recht auf Mitbestimmung zeigten die Kinder klare Haltungen. Gefragt, was sie an der Schule gerne ändern würden, kam die Antwort schnell: „Wenn es Nudeln gibt– ich mag keine Nudeln.“ Eine Antwort, die für Schmunzeln sorgte und die zeigt, dass Kinder sehr genau wissen, was ihnen wichtig ist.
Besonders lebendig wurde die Diskussion beim Thema Privatsphäre. Die Frage, ob Erwachsene anklopfen, bevor sie das Zimmer betreten, führte zu einem längeren Gespräch: Wann ist es für die Kinder in Ordnung, wenn jemand einfach hereinkommt – und wann wünschen sie sich, dass geklopft wird? Die Antworten zeigten, dass Kinder ein feines Gespür dafür haben, wann sie ihren eigenen Raum brauchen und wann sie sich Unterstützung wünschen. Dieses Recht auf Privatsphäre, so wurde deutlich, ist für sie gelebter Alltag.
Beim Recht auf Gesundheit und Umwelt kamen ebenfalls bemerkenswerte Ideen:
Was könnte die Schule für die Umwelt tun? „Weniger Blätter, mehr iPad“, lautete ein Vorschlag. Ein anderes Kind schlug vor, mehr Müll zu sammeln. Und zum Recht auf Freizeit und Spiel gab es kaum Redebedarf – Fußball spielen, Fahrrad fahren, Trompete, Klavier spielen und mit Freunden toben: Die Kinder wissen sehr gut, wie schöne Freizeit aussieht.

Projekt Freundschaftsbank: Kinderrechte zum Anfassen
Im Nachmittagsbereich setzten sich die Kinder und Betreuer:innen zusammen, um über das Kinderrecht „Wohl des Kindes“ zu sprechen. Passend dazu rauchten kurz darauf die Köpfe: Es wurden tolle Entwürfe für eine Freundschaftsbank gestaltet.
Die endgültige Entscheidung lag ganz in den Händen der Kinder: Im Schülerparlament wurde gemeinsam abgestimmt, welcher Entwurf ausgewählt und hoffentlich bald für unseren Schulhof gebaut und gestaltet wird.
Ein tolles Zeichen für Mitbestimmung an unserer Schule!

Dieser Tag war nicht nur ein Projekttag, er war ein Zeichen dafür, dass Kinderrechte bei uns keine leeren Worte, sondern gelebter Schulalltag sind. Die Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler haben das eindrucksvoll bestätigt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!